Bilder verlassener Orte

In der Fotogalerie Friedrichshain/Berlin sind ab heute die Arbeiten des Künstlers Danila Tkachenko zu sehen. In seiner prämierten dokumentarischen Serie „Restricted Areas“ (Sperrgebiete) zeigt der junge Moskauer Fotograf verlassene Orte in der ehemaligen Sowjetunion, die einst vom Glauben an den technischen Fortschritt geprägt wurden. Heute allerdings sind diese Orte Zeugen eines zum Stillstand gekommenen Fortschritts: Eine aufgelassene Troposphären-Antenne im Norden Russlands, das weltgrößte Diesel-U-Boot, ein Sarkophag über einen vier Kilometer tiefen Schacht u.a.m. sind Relikte aus dem vorigen Jahrhundert, die ihre Bedeutung verloren haben.

Tkachenkos Arbeiten sind aber auch Anstoß, das sozialistische Erbe zu überdenken und den Glauben an den technischen Fortschritt – 30 Jahre nach der größten Atomkatastrophe der Geschichte in Tschernobyl – kritisch zu hinterfragen.

Das Buch zum gleichnamigen Titel „Restricted Areas“ erschien im Kehrer Verlag. Die Ausstellung ist noch bis 28. Oktober 2016 in Berlin zu sehen.

Pictures of abandoned places

Starting today, the photographs of visual artist Danila Tkachenko will be on display at Fotogalerie Friedrichshain/Berlin. In his award-winning documentary series „Restricted Areas“, the young Moscow photographer presents places in the former Soviet Union that were once characterised by the belief in technical progress. However, today, these places bear witness to progress that has come to a standstill: a decommissioned troposphere antenna in northern Russia, the world’s largest diesel submarine, a sarcophagus built over a shaft that is four kilometres deep, and lots more are relics from the previous century that have lost their significance.

However, Tkachenko’s work also encourages us to critically reconsider the socialist heritage and the belief in technical progress – 30 years after the biggest nuclear disaster in history in Chernobyl.

A book also entitled „Restricted Areas“ has been published by Kehrer Verlag. The exhibition will be running until 28 October 2016 in Berlin.

 

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