DEM KARL SEIN GARTEN

Es grünt in Wien. Am Karlsplatz wurde vor wenigen Tagen ein 2.000 Quadratmeter großer Schau- und Forschungsgarten eröffnet. Und nicht trotz des daran vorbei laufenden Verkehrs, sondern gerade deswegen. Eine grüne Insel im Beton – Karls Garten.

Über fünfzig Obst-, Gemüse- und Getreidesorten, ein Imker, Schneckenbehausungen und vieles mehr. Karls Garten soll nicht nur städtisches Freiluftlabor sein, sondern begeh- und erlebbare Natur mitten in Wien.

Der gemeinnützige Verein Karls Garten zeichnet für Planung und Umsetzung des Projekts verantwortlich. Den Wienern soll damit eine zusätzliche Grünfläche geboten und der Urban Gardening bzw. Urban Farming Trend an prominenter, aber eher ungeliebter Stelle nähergebracht werden. Brachliegende städtische Flächen zu nutzen, um darauf Gemüse zu ziehen und zu gärtnern ist keine ganz neue Idee mehr. Das gibt es auch in Wien schon. Nur eben kleiner. Und auch thematisch nicht so breit angelegt.

Der Karlsplatz ist nicht zufällig gewählt. Die exponierte Lage soll dazu beitragen, neue Erkenntnisse über die Auswirkungen des Verkehrs auf den Gemüseanbau in den Städten zu finden. Wissenschaftlich begleitet wird das auf fünf Jahre angelegte Projekt von Universität für Bodenkultur Wien. So soll etwa untersucht werden, welcher Boden sich in Hochbeeten besonders bewährt. Unter anderem auch, in dem man alte Ziegelsplitter in die Erde mischt.

Nicht zu unterschätzender Bonuspunkt: Gerade in Großstädten wachsen immer mehr Kinder auf, die noch nie ein Gemüsebeet aus nächster Nähe gesehen haben. Die nicht wissen, wie viele verschiedene Sorten von ein und derselben Gemüseart es gibt. Allein dafür würde er sich schon lohnen, dem Karlsplatz sein neuer Garten.

 

KARLS GARTEN

It is getting greener in Vienna. At Karlsplatz a 2,000 square meter exhibition and research garden has opened a few days ago. And not in spite of the surrounding traffic flow, but because of it. A green island within the cement – Karls Garten.

 About fifty of fruit, vegetables and cereals, a beekeeper, snails dwellings and much more. Karls Garten is not just a urban open-air laboratory, but accessible and tangible nature in the heart of Vienna. 

The non-profit organization Karls Garten is responsible for planning and implementing the project. The Viennese is thus offered an additional green space and the urban gardening and urban farming trend are brought closer, to a rather unloved place. To use fallow urban areas for pulling out vegetables and gardening is not an entirely new idea. This is already existing in Vienna. But smaller and thematically not as broad as this one.

Karlsplatz is not chosen at random. The exposed position should help to find new insights into the impact of transport on vegetable growing in cities. Scientific support gives the five-year project of University of Agricultural Sciences (BOKU) Vienna. It is to be examined, which ground especially will prove itself in raised beds. Among other things, old brick fragments have been mixed in the earth.

An not to be underestimated bonus point: Especially in large cities more and more children have never seen a vegetable close up. They do not know how many different types of one and the same vegetable are existing. For that alone it would already be worth, the new garden of Karl.

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