Aus Ressourcen Zukunft gestalten

Für Urban Miners bildet die Stadt eine Mine wertvoller Rohstoffe. Geschürft wird im Elektroschrott ebenso wie in abgerissenen Gebäuden – die Stadt als mineralischer Rohstofflieferant. Was aber, wenn Städtebauer gleich eine ganze Stadt als Ressource betrachten?

Und was bedeutet die Stadt als Ressource überhaupt? Die Autoren des vorliegenden Buchs sprechen es klar aus: Die Ressource Stadt ist nicht unerschöpflich und nur wenn sie nachhaltig eingesetzt wird, kann sie die Bedürfnisse zukünftiger Generationen erfüllen. Das heißt, eine Stadt als regenerativen Kreislauf planen. Veranschaulicht werden diese städtebaulichen Überlegungen in gut lesbaren und nachvollziehbaren Texten sowie auf informativen Plänen und Fotos.

Schon die Einleitung des Buchs gibt einen reichen Überblick über die Geschichte der Stadtentwicklung und zeigt Vor- und Nachteile des Zusammenlebens in Ballungsräumen. Die weiteren Beiträge sind architekturtheoretische Ideen in Form von Essays, Studentenprojekten und Konzepten verfasst von Mitarbeitern des Instituts für Architektur und Städtebau an der ETH Zürich. Die Themen dabei sind breitgefächert und so aufbereitet, dass sie für den interessierten Laien spannend zu lesen sind.

Gibt es nun einen Zusammenhang zwischen eingangs erwähntem Urban Miner und Städtebauer? Ganz klar! Beide sind sich einig, dass Ressourcen endlich sind und nur wenn sie nachhaltig eingesetzt werden, die Bedürfnisse unserer Kinder und Kindeskinder noch erfüllt werden können. Denn Ressourcen sind der Stoff, aus dem die Zukunft gemacht wird.

Die Stadt als Ressource: Texte und Projekte 2005-2014; Prof. Kees Christiaanse, Tim Rieniets, Nicolas Kretschmann, Mark Michaeli, Christian Salewski; Jovis Berlin; ISBN-10: 3868593489, ISBN-13: 978-3868593488

 

A city can be seen as a resource for every individual living in it. It is a place with many opportunities. This book tries to point out architectures‘ contribution to it.

 

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