Eine Stadt übersiedelt

Kiruna, die nördlichste Stadt Schwedens, verfügt über riesige Eisenerzvorkommen. Der Umfang der hochwertigen Eisenerzlagerstätte ist bis heute unerforscht, er wird von Experten allerdings als der größte weltweit geschätzt. Ende des 19. Jahrhunderts begannen Ingenieure und Bergleute diesen Rohstoff-Schatz zu heben. Gleichzeitig mit dem Abbau entstand die Stadt Kiruna. Sie wurde als Musterstadt gebaut – angepasst an die extremen Klimaverhältnisse nördlich des Polarkreises. Unter ihrem Zentrum verläuft das Bergwerk.

Doch mit dem seit den 1980er Jahren fortschreitenden Fördervolumen wurden Teile der Stadt immer unsicherer: Je mehr Erze in der Mine abgebaut wurden, umso mehr Risse traten in den Gebäuden auf. Daher entschieden sich die Verantwortlichen, die Stadt umzusiedeln und sie an anderer Stelle wieder gleich zu errichten. Zuerst wird das Gemeindezentrum verlegt, dann der Bahnhof, anschließend das Museum, später das Rathaus. Die Verlegung der Kirche ist für 2030 geplant.

Kiruna, Sweden’s northernmost city, has been founded shortly after iron ore mining started in this remote part of Sweden.  The ore is of high quality and some experts call it the worldwide biggest mine of iron ore.

The exploration undermines Kiruna, so  buildings and  infrastructure like streets or railways  have to be transferred to stable grounds.  Some houses are transferred, while bigger buildings are destroyed  to be newly erected. The famous wooden church is due in 2030.

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