Konfliktstoff Rohstoff

98 Prozent des Golds, das aus dem Kongo kommt, sind laut einer Studie der Vereinten Nationen Schmuggelware. 40 Prozent der Bergarbeiter sind Kinder. Zahlen hinter denen sich menschliche Schicksale verbergen.

Konfliktrohstoffe sind Ressourcen, deren Förderung und Handel mit bewaffneten Konflikten, Menschenrechtsverletzungen und Verstößen gegen das Völkerrecht einhergehen. Für die Betroffenen bedeutet das in der Regel Kinderarbeit, Armut, unmenschliche Arbeitsbedingungen und Gewalt. In Ländern wie dem Kongo, Ruanda, Uganda und Burundi richtet der Abbau von Konfliktstoffen auch bleibende Umweltschäden an.

 Zinn. Tantal. Wolfram. Gold.

Bodenschätze wie Kassiterit, Coltan und Wolframit fallen in diese Kategorie. Etwa 10 Prozent des weltweit geförderten Golds gelten als Konfliktrohstoff. Die Bedeutung dieser Erze, etwa für den Bau von Elektrogeräten, verstärkt die weltweite Nachfrage.

Dem illegalen Abbau versucht man auf internationaler Ebene mit einer Reihe von Abkommen, Sanktionen und Embargos entgegenzuwirken. Beispielgebend war der 2010 in den USA in Kraft getretene Dodd-Frank Act. Seither müssen US-amerikanische Firmen, die Zinnstein, Coltan, Wolframit und Gold verwenden, Berichte über die Herkunft dieser Materialien abliefern. Die EU hat mit einem Entwurf zu einer Verordnung reagiert, die dazu beitragen soll, die Lieferkette von Konfliktrohstoffen transparent zu machen. Gravierender Haken dabei: Die Unternehmen sollen selbst entscheiden dürfen, ob sie die Informationen über die Herkunft ihrer Mineralien veröffentlichen. Dafür soll die Verordnung, anders als der Dodd-Frank Act, der sich auf den Kongo beschränkt, für sämtliche „Konflikt- und Hochrisikogebiete“ gelten. Zumindest ein Anfang.

Baumwolle. Kakao. Reis. Wasser. Erdöl. Boden.

Doch es sind nicht nur Metalle, um deren Ausbeutung gekämpft wird. Und es betrifft nicht nur Menschen, die irgendwo weit weg leben. Es betrifft uns alle. Wenn wir einkaufen, ohne zu fragen, woher die Rohstoffe stammen, fördern wir illegale Abbaumethoden. Besser wir beschäftigen uns heute damit. Und suchen gemeinsam nach Lösungen. 

 

Conflict material

According to a study by the United Nations, 98 per cent of all gold originated from the Congo is smuggled goods. 40 per cent of miners are children. Numbers, which conceal human destinies. 

Conflict minerals are resources whose promotion and sale are accompanied by armed conflict, human rights violations and breaches of international law. For those involved, this usually means child labour, poverty, inhuman working conditions and violence. In countries such as Congo, Rwanda, Uganda and Burundi, the reduction of conflict materials is also connected to permanent damage to the environment.

Tin. Tantalum. Tungsten. Gold.

 Minerals such as cassiterite, coltan and wolframite fall into this category. About 10 per cent of the world’s sponsored gold is considered as conflict resources. The importance of these ores, such as for the construction of electrical appliances, reinforced the global demand.

On international level a series of agreements, sanctions and embargoes tries to counteract the illegal mining. An example factor was the Dodd-Frank Act, which came into force in 2010 in the United States. Since then, American companies that use cassiterite, coltan, wolframite and gold must deliver reports on the origin of these materials. The EU has responded with a draft of a regulation that would help to make the supply chain of conflict resources transparently. More serious hacking hereby is that the company should be allowed to decide whether to publish the information about the origin of their minerals. Therefore, this regulation is valid for all “conflict-and high-risk areas”, unlike the Dodd-Frank Act, which is limited to the Congo. At least this is a starting point.

Cotton. Cocoa. Rice. Water. Petroleum. Ground.

But it’s not only metals to whose exploitation will be fought. And it does not only affect people who live somewhere far away. It affects us all. When we buy without asking where the raw materials originate from, we promote illegal mining methods. It’s better to deal with it today  – and all together look for solutions.

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