Mit Urban Mining zur Technikqueen

Die 16jährige Schülerin Paula Gigerl hat an dem Bewerb „Technikqueen 2015“ teilgenommen. Mit ihrem Beitrag „Urban Mining – unsere Stadt als Rohstoffquelle“ kam sie ins Finale und schaffte eine Platzierung unter den besten. Das Urban Mining-Team gratuliert dazu herzlich!

Auf der Suche nach einem geeigneten Projekt für ihre Teilnahme an der Technikqueen ist Paula Gigerl auf das Thema Urban Mining gestoßen. Diese Idee hat sie so angesprochen, dass die Technik-Interessierte es kurzerhand für ihr Portfolio aufbereitete. Neben der Begriffserklärung geht sie auf Funktion und Rohstoffe ein, beschreibt Beispiele des Urban Mining. Es folgt ein Expertengespräch, das Paula mit Brigitte Kranner, Geschäftsführerin von Altmetalle Kranner, führt. Am Ende schließlich eine persönliche Einschätzung von Paula und warum sie glaubt, dass Urban Mining einen wichtigen Stellenwert in der Zukunft einnimmt. Hier geht’s zum Download: Urban Mining[2]

Paula Gigerl war mit Urban Mining erfolgreich

Als Preisgeld gewann Paula ein Bildungsscheck und die Teilnahme an einem Mentoringprogramm. Die Initiative Technikqueen, von der OMV ins Leben gerufen, möchte den „Mythos Technik“ entzaubern und Mädchen von 14 bis 16 Jahren die faszinierenden Seiten der technischen Berufswelt zeigen.

Hier das Interview, das Paula mit Brigitte Kranner führte.

Paula Gigerl: Was sind die ausschlaggebenden Punkte, damit „die Stadt als Bergwerk“ Wirklichkeit wird und was können wir beitragen?

Brigitte Kranner: So brutal es klingt: erst dann wenn Rohstoffe aus der Primärproduktion (zB Metall aus Erz, Kunststoff aus Erdöl) nicht mehr verfügbar sind oder zu teuer werden, dann werden wir uns an die Stadt als Bergwerk „wenden“. Denn hier liegen die Sekundärrohstoffe. Es ist wie fast alles im Leben, primär eine ökonomische Frage: Was ist billiger?

Ich bin sicher, dass irgendwann der Punkt kommt, wo nicht mehr genügend Rohstoffe für alle da sein werden. Vor allem dann, wenn Menschen in anderen Teilen der Erde auch unseren westlichen Lebensstil anstreben.

Auf gesellschaftlicher Ebene können wir uns darauf vorbereiten indem wir uns schon jetzt überlegen, wo die Rohstoffe in der Stadt liegen und wie wir sie „heben“ können. Auf individueller Ebene kann jeder einzelne versuchen seinen persönlichen Rohstoffverbrauch zu minimieren.

Paula Gigerl: Ist die vollständige Umsetzung des Projekts mit derzeitigen Technologien realistisch?

Brigitte Kranner: Die (Recycling)Technologien werden immer feiner. Man kann schon viele Rohstoffe zurückgewinnen. Parallel dazu werden aber auch immer mehr unterschiedliche Rohstoffe in ein und demselben Produkt eingebaut, was die Rückgewinnung auch wieder schwierig macht. Sinnvoll wäre es schon beim Design eines Produkts, das Recycling mitzudenken.

Paula Gigerl: Wie sehen Sie die Zukunft von Urban Mining?

Brigitte Kranner: Schlicht und einfach: Notwendig. Daran führt kein Weg vorbei.

Urban Mining and „TechnicQueen“

Paula Gigerl, a 16 year old scholar, took part in the Austrian competition „TechnicQueen“.  This competition gives girls a chance to show their involment in technical issues.

Paula chose „Urban Mining“ as her theme and made it into the finals. Congratulation!

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