Raum auf Reisen

Wenig Platz. Und der Wunsch, im öffentlichen Raum zu lehren und zu arbeiten. Das waren die Beweggründe, den ungewöhnlichsten Hörsaal zu planen, den es in Wien gibt. Wo er steht? Immer woanders.

Mehrere ausrangierte Baucontainer, in- und übereinander geschachtelt bilden das mobile Stadtlabor. Im Sommer heiß, im Winter kalt. Und von gemütlich weit entfernt. Und doch ist es Architektur mit Wirkung. Eine der Ideen hinter dem Projekt war es auch, das Labor immer dort aufzustellen, wo das Thema Stadtentwicklung gerade besonders präsent ist. So wie anfangs am Karlsplatz und später in der Seestadt Aspern.

Letztes Jahr im Herbst errichtet, dient das Stadtlabor als mobiler Raum der Fakultät für Raumplanung und Architektur der TU Wien. An der Fertigstellung waren einunddreißig Studierende unter der Leitung von Peter Fattinger beteiligt. Durch ihre Arbeit und die Hilfe von Sponsoren ist ein Ort entstanden, an dem mittlerweile nicht nur Vorlesungen stattfinden. Auch Ausstellungen und Workshops, Vorträge und Seminare bespielen die kargen Hüllen.

urban future.lab heißt die Initiative der TU, in deren Auftrag das Labor geplant und verwirklicht wurde. Ein passender Name für ein Projekt, das auf interessante Weise zwei Dinge vereint. Praktische Architektur und der Hinweis auf ein wichtiges Thema:

Wie sollen unsere Städte morgen aussehen? Und wird beim Bauen auch daran gedacht, was mit den Gebäuden passiert, wenn sie einmal nicht mehr gebraucht werden? Bestenfalls sollte der Gedanke an Urban Mining schon bei der Planung mit einfließen. Neue Aufgaben für junge Architekten.  

Space on a journey

Little space. And the desire to teach and work in a public space. These were the reasons to plan the most unusual lecture hall in Vienna. Where it it? Always somewhere else.

Several discarded dwelling units, in and above one another form the mobile city laboratory. Hot in summer, cold in winter. You can’t really call it comfortable either. And yet it is architecture with effect. One of the ideas behind the project was, to set the laboratory up wherever the topic of urban development is particularly present. As initially at Karlsplatz and later in the Viennese „Seestadt Aspern“.

Put up in fall last year, the „Stadtlabor“ serves as a mobile room of the Faculty of Urban Planning and Architecture at the TU Vienna. 31 students were involved at the completion under the direction of Peter Fattinger. Through their work and the help of sponsors, a location was created, where not only lectures take place. Also, exhibitions and workshops, lectures and seminars take place.

urban future.lab ist he name of the initiative of the TU, on whose behalf the laboratory was planned and implemented. An appropriate name for a project, that combines two things in interesting ways. Practical architecture and the reference to an important issue:

How will our cities look like tomorrow? And And do people think about what will happen tot he buildings when they are not longer needed? At best, the idea of ​​urban mining should already be included in the planning. New roles for young architects.

 

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