Agenda 2030: Vertrag mit Zukunft

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Im Herbst letzten Jahres wurde die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ in New York City verabschiedet. Worin sich dieser Vertrag von anderen Programmen und Absichtserklärungen für eine bessere und gerechtere Welt unterscheidet, analysiert Brigitte Kranner.
„Eine Reise von tausend Meilen beginnt unter deinem Fuß“ (Laotse), besser bekannt in der freien Übersetzung „Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt.“
Und genau dieser erste Schritt wurde am 25. September 2015 auf dem UN-Gipfel in New York getan. Die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung” wurde verabschiedet.
Nun gibt es genug Programme und Absichtserklärungen – von der Welt-Klima-Konferenz abwärts – für eine bessere, saubere, gerechtere, schönere, glücklichere Welt. Reiht sich die Agenda 2030, plakativ ausformuliert mit ihren 17 übergeordneten Zielen, einfach in diese Liste ein? Doch eher nicht.

Globalisierung in der Politik angekommen

Diesmal scheint etwas Ungewöhnliches passiert zu sein. Die Globalisierung und die Vernetzung der Welt sind in den Köpfen der Politik angekommen. 158 Staaten haben die Agenda unterzeichnet und bekennen sich zu diesem Weltzukunftsvertrag. Es könnte der Start eines Transformationsprozesses sein.
Statt in „erste, zweite und dritte Welt“ einzuteilen, spricht man von „globaler Partnerschaft“: Was in irgendeinem Teil der Welt passiert, hat globale Auswirkungen. Wir sehen es momentan deutlich an der Flüchtlingskrise.
Statt Nachhaltigkeit in ökonomische, ökologische und soziale Ziele einzuteilen, spricht man vom Prinzip der Nachhaltigkeit. Armut, Finanzkapital und Umwelt können nicht weiter getrennt betrachtet werden. Wir sehen das am Klimawandel: Wir alle sind davon betroffen.
Natürlich ist dieses Papier mit seinen 17 Haupt- und 169 Unterzielen eine – wahrscheinlich –komplexe Absichtserklärung und nur ein unverbesserlicher Optimist würde glauben, dass die Ziele in absehbarer Zeit umgesetzt werden.
Und doch ist es ein gewaltiger erster Schritt auf einer langen Reise um die Welt: Die Erkenntnis, dass es in einer globalisierten und vernetzten Welt nur mehr ein WIR gibt. Das ist die große Leistung der Agenda 2030.
Die Agenda 2030 im Original (englisch)
Die Agenda 2030 in deutscher Übersetzung

Cover-1.politische.oekologieUnser Lesetipp:

Der oekom Verlag hat im Rahmen der Reihe „Politische Ökologie“ ein Heft diesen Nachhaltigkeitszielen gewidmet. Wie in dieser Reihe üblich, findet man darin viele kurze Texte von Experten aus sehr unterschiedlichen Disziplinen.

On September 25th 2015 the UN presented the 2030 Agenda for Sustainable Development to the public. Our world has turned global, there is just one WE because of interdependency. This paper is a clear statement to these changes.

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