Altmetalle Kranner im TV-Film

Altmetalle Kranner im Film Drohne

Das Thema Urban Mining kommt immer mehr in die Medien. Nun ist der neue Fernsehfilm „Re: Nachhaltig bauen – Wie man Schutt in Rohstoffe verwandelt“ erschienen. Die von Langbein & Partner produzierte Reportage zeigt die Rohstoff-Schatzsuche in der Stadt. Auch die Herausgeber dieses Blogs, Altmetalle Kranner, werden in diesem Film mit der Kamera begleitet.
Brigitte Kranner, Geschäftsführerin von Altmetalle Kranner, ist dabei auf der Jagd nach wertvollen Materialien. Auf den Altmetallplätzen in Stetten (Niederösterreich) und Wien inspiziert sie alte Kabel, aussortierte Heizungen oder Aluminiumfenster und kann in wenigen Sekunden abschätzen, welchen Wert sie haben. „Das ist reines Kupfer“, erklärt sie, während sie das hellrosa leuchtende Metall aus einem dunklen Kunststoffkabel schält: „Das wird zu hundert Prozent recycelt, einfach eingeschmolzen und wieder zu perfektem Kupferdraht mit exakt der gleichen Qualität wie Kupfer, das aus Erz gewonnen wird. So schonen wir das Klima, wenn wir nicht in den Ländern des Südens abbauen müssen.“
Während Brigitte Kranner die umwelt- und klimafreundlichen Eigenschaften des Urban Mining veranschaulicht, porträtiert der Film auch Querdenker. Andrea Ernst, die für Regie und Schnitt verantwortlich zeichnet, stellt weiters einen deutschen Architekten und eine Amsterdamer Firma vor, die aus Abfall Neues machen.

Altmetalle Kranner Andrea Ernst Felix Kranner

Andrea Ernst und Felix Kranner während der Dreharbeiten zum ARTE-Film.

Aus altem Bauschutt neue Häuser

In Hannover plant der Architekt Nils Nolting ein Einfamilienhaus, in dem so viel Altmaterial wie möglich wiederverwendet werden soll. Ein neuer Kreislauf für Metalle, Glas, Steine, Fliesen, Ziegel und Keramik. „Es war ein Abenteuer. Wir haben am Anfang nicht gewusst, wie viel wir tatsächlich aus alten Gebäuden nehmen können.“, erzählt Nolting. Nun gießt das Team Terrazzo-Böden aus zerriebenen Ziegeln und setzt Fensterrahmen aus einem ehemaligen Jugendzentrum ein. Die neuen Mieter sind begeistert: „Es ist so modern und hell geworden.“

Aus Abfall neue Bausteine

Auch Tom van Soest in den Niederlanden verhilft alten Baustoffen zu neuem Leben. Aus Abbruchhäusern holt er Betonreste, Ziegelbrüche, Dachpfannen, Mörtelreste, Bodenplatten und Fliesen und verarbeitet sie zu stabilem, „neuem“ Backstein. Er probiert, zerkleinert, mischt und mixt. Inzwischen verarbeitet die Amsterdamer Firma tausend Tonnen Abfall pro Jahr zu bunten Klinker-, Fassaden- und Bausteinen.

Die Ausstrahlungstermine:

Donnerstag, 26. September, 19.40 Uhr auf ARTE
Freitag, 27. September, 12.15 auf ARTE

Der Film Re: Nachhaltig bauen – Wie man Schutt in Rohstoffe verwandelt ist noch bis 25. Dezember online verfügbar.

ARTE-Film about Urban Mining

Urban Mining becomes ever more popular as well as necessary. In her report “Nachhaltig bauen” (Sustainable Construction) director Andrea Ernst gives three examples to illustrate this development: building new houses from trash, making new stones from demolition waste and keeping metals in circulation. For the metal part of the report Brigitte Kranner – CEO of Altmetalle Kranner in Vienna, Austria – was accompanied by a film team during her daily work.

The report will be shown on ARTE on September 26th 2019 at 19:40 and on September 27th 2019 at 12:15.

Online it will be available through to December 25th 2019: Re: Nachhaltig bauen – Wie man Schutt in Rohstoffe verwandelt

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