Erster Urban Mining Student Award

Urban Mining Student Award Architektur

Bis zum 30. März nächsten Jahres sind Studenten deutschlandweit aufgefordert, Konzepte und Ideen beim ersten Urban Mining Student Award Architektur einzureichen. Die besten Lösungen für eine konsequente Kreislaufwirtschaft rund um die Planung eines Naturschutzzentrums werden mit Preisgeldern honoriert.

Gemeinsam mit dem Urban Mining e.V. und agn Niederberghaus & Partner lobt die Bergische Universität Wuppertal den Studentenwettbewerb zum nachhaltigen und zirkulären Bauen aus. Dabei werden Konzepte und Ideen für ein (fiktives) Umweltbildungszentrum gesucht, das seinen Besuchern den Wert der Natur näher bringen soll. Das Ziel ist, Aspekte der Rückbaubarkeit schon zu Beginn der Planung mit einzubeziehen, sozusagen „recyclefähige Architektur“ zu entwerfen, die intelligentes Design mit intelligentem Einsatz von Ressourcen vereint.

Urban Mining mit Leben füllen

„Wir brauchen junge Architekten, die den Begriff Urban Mining mit Leben füllen“, heißt es in den Ausschreibungsunterlagen. Annette Hillebrandt, Mitinitiatorin des Awards und Professorin an der Bergischen Universität Wuppertal, sagt, es gibt kaum zirkuläre Gebäude, an dessen Ende der Besitzer nach dem Abbruch für die Rohstoffe noch Geld zurückbekommt anstatt für die Entsorgung zu zahlen.

Der Urban Mining Student Award Architektur soll hier ein Umdenken und einen Wissenstransfer in Gang setzten, damit für die kommende Generation von Architekten und Bauherrn recyclefähiges Bauen zum Standard wird. Denn die Verknappung der Ressourcen und das gleichzeitige Wachstum von Abfall – wobei 50 Prozent aus dem Bausektor stammen – sind die Herausforderungen der Zukunft.

Naturschutzzentrum „Blaue Lagune“

Die Aufgabenstellung ist, ein (fiktives) Naturschutzzentrum in einem ehemaligen Kalksteinbruch im westfälischen Rheine zu entwerfen. In der Mitte des Areals liegt ein Abgrabungssee mit einer fast 100 Meter hohen Abbruchkante. Ursprünglich war geplant, die Mulde mit Bauschutt und Erde zu füllen. Im Laufe der Zeit entstand jedoch eine ökologisch wertvolle Landschaft, so dass sich die Stadt entschloss, Teile davon dem Naturschutz zu überlassen.

Dort soll nun ein Neubau für ein Umweltbildungszentrum entstehen. Die Herausforderung besteht darin, ein Gebäude mit minimalem ökologischen Fußabdruck zu entwerfen. Die Emissionen für den Bau und die nachfolgende Benützung – beschränkt auf einen Zeitraum von 30 Jahren – sollen genauso gering sein, wie die Spuren, die das Zentrum nach seinem Abbau hinterlässt.

Eckdaten

Teilnahmeberechtigt: Bachelor- und Master-Studierende der Fakultäten und Fachbereiche Architektur deutschlandweit

Bewerbungsfrist: bis 30. März 2018

Preisgeld: insgesamt 4.000,- Euro (1. Preis 2.000 Euro, 2. Preis 1.000 Euro, 3. Preis 500 Euro und Anerkennungen)

Urban Mining Student Award

The Urban Mining Student Award is launched for the first time. The goal is to construct a building with a minimal ecological footprint. After 30 years in use, it should be taken apart, rather than torn down to ensure perfect urban mining. All students studying Architecture at a German university can take part in this competition.

 

 

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