Ressourcen sparen durch Urban Mining

Ressourcen Studie Urban Mining

Welches Potenzial steckt in den urbanen Minen? Was kann Urban Mining zur Ressourceneffizienz moderner Städte beitragen? Das Institut für Wassergüte und Ressourcenmanagement (TU Wien) ist gemeinsam mit dem Energieinstitut der Johannes Kepler Universität Linz diesen Fragen nachgegangen. Ihre gerade erst publizierte Studie „Energie- und Ressourceneinsparung durch Urban Mining-Ansätze“ schätzt die gesamten anthropogenen Materialbestände und gibt Empfehlungen für notwendiges, zukünftiges Arbeiten.

Anhand von drei konkreten Fallstudien untersuchen die Forscherinnen und Forscher, welchen Beitrag Urban Mining zu ressourceneffizienten Kreisläufen leisten kann. Fallstudie 1 behandelt die effiziente Nutzung bzw. Rückgewinnung von Materialien in Photovoltaik-Anlagen; Fallstudie 2 beschäftigt sich mit der Lebenszyklus-orientierten Bewirtschaftung von erdverlegten Infrastrukturnetzwerken und Fallstudie 3 fokussiert die ressourceneffiziente Bewirtschaftung von Gebäuden am Ende ihrer Nutzung.

Das Forscherteam kommt zum Schluss, dass die gesamten Materialbestände im Durchschnitt mit rund 400 Tonnen/pro Einwohner abgeschätzt werden können. Äußere Faktoren wie Rechtslage, Markt, Technologien etc. bestimmen die sich ständig verändernden Grenzen zwischen Ressourcen und Reserven und sind damit wichtige Treiber für die Umsetzung von Urban Mining-Strategien. Politische Anreize für den städtischen Bergbau sind ebenso wichtig wie Öffentlichkeitsarbeit und die Forcierung der Forschung, da diese den Grundstein für ein erfolgreiches Urban Mining legt.

Energie- und Ressourceneinsatz durch Urban Mining-Ansätze
Schriftenreihe 14/2019
A. Allesch, D. Laner, C. Roithner, K. Fazeni-Fraisl, J. Lindorfer, S. Moser, M. Schwarz
Herausgeber: BMVIT

Die gesamte Studie steht zum Download bereit.

Starting point and Motivation

Urban mining is – among other approaches – material recovery from goods at the end of their lifetime. Since enormous anthropogenic stocks have been accumulated over time, urban mining could make a significant contribution to increase the resource efficiency of cities.

Contents and Objectives

Three exemplary case studies from different parts of the anthropogenic stock line out the objectives of this project:

  • quantifying energy and resource savings using anthropogenic stocks
  • demonstrate the potential of resource efficiency of urban mining.

The case studies include recovery of photovoltaic modules, management of underground infrastructure an of buildings at the end of their use phase.
In addition to the case studies stakeholder involvement is essential to the project.

Methods

Various methods have been used to achieve the project objectives:

  • review of existing studies
  • three case studies
  • workshops with stakeholders.

Results and Suggestions

The total anthropogenic material stock amounts to around 400 metric tons per capita, mostly consisting of mineral materials (concrete, bricks, sand and gravel). Resources (potentially recoverable materials) and reserves (actually recoverable materials) are influenced by markets, legislation and new technologies. A multi-disciplinary approach is therfore indispendable to urban mining.
The definition of the term “urban mining” is still too vague and should be defined more precisely, most important defining system bouderies. Further recommendations include
– establishing of organisational structures that support networking of actors along the whole value chain

  • a databases of anthropogenic stocks
  • concepts for modular design in general
  • new business models for reuse
  • implement life cycle costs calculations.

The project „Energie- und Ressourceneinsparung durch Urban Mining-Ansätze“ is only available in German and can be downloaded: Nachhaltigwirtschaften.at

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Comments via Urban Mining

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