Smartphones und Nachhaltigkeit

800,000,000 Smartphones wurden 2012 verkauft. In Worten: achthundert Millionen. In einem Jahr. Wie wirkt sich die riesige Nachfrage nach Smartphones aber auf uns Menschen und die Umwelt aus? Dieser Frage geht ein Film des Online-Magazins e-politik.de nach. Und stößt dabei auf weitere Fragen.

Unser Smartphone kennt uns besser als unsere Mitmenschen das tun. Wir haben es bei Schritt und Tritt dabei, suchen damit danach, was uns interessiert, teilen mit, wovon wir denken, dass es andere interessiert, sehen fern, kommunizieren, interagieren und vernetzen. Und wissen gleichzeitig kaum etwas über das Gerät, das binnen kürzester Zeit fast all unsere Lebensbereiche erobert hat. Wie sieht es aus, das Leben eines Smartphones? Von Design über Rohstoffgewinnung, Produktion bis hin zur Verschrottung?

Verursacht der ungebrochene Run aufs Smartphone neue Probleme? Wie wirkt er sich aus auf das Leben der Bergarbeiter, die in Minen im Kongo schuften, um den Bedarf der Welt an Metallen wie Kobalt und Tantalum zu decken? Wie wirkt sich der Run auf Smartphones auf das Leben von Millionen von Angestellten in Firmen wie Foxcom aus, die als Zulieferer alle großen Elektronikkonzerne versorgen? Und was bedeutet als das für unsere Umwelt?

Bislang gibt es keine ausgereiften Pläne, wie man mit den Tonnen an Elektroschrott sinnvoll umgeht. Gleichzeitig gehen jeden Tag wertvolle Edelmetalle verloren. Keine einfache Aufgabe. Vor allem, wenn man weiß, wie lange der Durchschnittskunde etwa in Deutschland sein Smartphone behält, bis er sich ein neues besorgt. Weil es kaputt ist. Oder ein Neues so günstig ist. Oder das Software-Update leider leider nur auf dem neuen Modell funktioniert. Gerade einmal achtzehn Monate. Und dann? Was ist dann? Schauen Sie sich das an!

 

Smart Phone and Sustainability

What exactly do global production and distribution chains of smartphones look like? And what are the biggest problems associated with them? These are some of the topics covered in the video by online-magazine e-politik.de titled Smart Phones and Sustainability (unfortunately only available in German).

 In Germany, on average, consumers buy new mobile phones every 18 months.

The high product turnover, the difficulty of repairing phones, and the fact that new models are often offered cheaply or for free with new contracts, are some of the reasons for the high wastage of phones.

The result: in 2012, 800 Million smartphones were sold worldwide. These phones makeup only one part of the 1.8 Million tons of electronic waste produced in Germany every year.

The production of smartphones currently still requires the use of a number of metals that are still unable to be reused. So far, there are still no recycling systems that reduce the negative environmental consequences and enable the re-integration of these precious raw materials back into the cycle.

 

TAGS
, , , , ,

X zurück
Comments via Urban Mining

Barbara Kanzian

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

v.li.n.re.: Barbara Kanzian, Felix Kranner, Brigitte Kranner dieser Blog hat viele Jahre das Thema Urban Mining bekannt gemacht. Jede Woche wurden hier aktuelle Inhalte re...

> more

Social Urban Mining Wien Alsergrund

Social Urban Mining in Wien Alsergrund

Dort, wo ab 2025 Wiener MedizinstudentInnen ein und aus gehen werden, wird zurzeit Urban Mining mit sozialem Mehrwert durchgeführt: Bevor der neue MedUni Campus Mariannen...

> more

Altmetalle Kranner Weihnachtsbaum Urban Mining

2019: Urban Mining ist angekommen

Ein spannendes Urban Mining-Jahr 2019 geht zu Ende und – wie jedes Jahr – fassen wir für Sie die Höhepunkte zusammen. Ein Rückblick über ein Jahr, in dem Urban Min...

> more

Sebastião Salgado

Goldrausch in der Serra Pelada

Wie eine wohl orchestrierte Armee von Ameisen steigen die garimpeiros (Bergarbeiter) aus dem 200 Meter tiefen Loch der Goldmine empor. Jeder trägt einen 40 Kilogramm schw...

> more