Studierende denken bei Urban Mining weiter

Urban Mining Student Award Architektur

Der erste Urban Mining Student Award Architektur ist entschieden. Die Studentinnen Vera Quasten und Nathalie Sophie Hans konnten mit ihren Entwürfen für das Naturschutzzentrum an der „Blauen Lagune“ in Rheine (D) die Jury überzeugen und wurden jeweils mit dem ersten Preis gewürdigt.

Die Aufgabe war, ein Naturschutzzentrum für den Waldhügel an der „Blauen Lagune“ in Rheine (Deutschland) zu entwerfen. 61 Arbeiten von Studierenden wurden bei diesem deutschlandweiten Wettbewerb eingereicht. Beeindruckt von der Anzahl der Einreichungen zeigt sich Annette Hillebrandt, Professorin an der Bergischen Universität,

Urban Mining Student Award Architektur

(v.li.n.re.:) Anja Rosen und Prof. Annette Hillebrandt von der Bergischen Uni, die Wettbewerbssiegerinnen Nathalie Sophie Hans und Vera Quasten und Architekt Bernhard Busch (agn)

die gemeinsam mit Anja Rosen (Lehrstuhl Baukonstruktion, Entwurf und Materialkunde) den Studentenwettbewerb initiierte: „Wir haben nicht mit so vielen Arbeiten gerechnet, zumal der Wettbewerb ja zum ersten Mal stattfand.“ Der Bewerb hat aber auch gezeigt, dass bei den jungen Studierenden das Thema Urban Mining immer mehr ankommt und sie sich für einen ressourcenschonenden und nachhaltigen Ansatz in der Architektur interessieren. „Es sind sehr verschiedene spannende Konzepte hinsichtlich eines minimalen Footprints eingereicht worden. Die Jury hat versucht, mit ihrer Entscheidung diese große Bandbreite abzubilden. Entwurfs- und Konstruktionsansätze, die einen radikal-ökologischen Ansatz verfolgen, bei dem nach Nutzungsphase alle Baumaterialien kompostiert werden können, waren ebenso vertreten wie solche, die den Re-use von Bauteilen verfolgen oder solche, die das Haus als ‚urbane Mine’ verstanden wissen wollen, in das Materialien wertsteigernd eingelagert werden,“ so Hillebrandt.

Urban Mining Student Award Architektur

1. Preis: Entwurf von Vera Quasten

Die Siegerprojekte

Die beiden Gewinnerinnen, Vera Quasten und Nathalie Sophie Hans von der Bergischen Universität, entschieden sich für völlig unterschiedliche Ansätze: Quasten entwarf eine von Gropius inspirierte, zusammensteckbare Holzkonstruktion. Das Konzept von Nathalie Sophie Hans fokussiert darauf, die alten Silobauten, die zu Abfüllanlagen des noch aktiven benachbarten Steinbruchs gehören, an die Blaue Lagune zu versetzen und umgebaut zum Ausgangspunkt des Zentrums zu machen.
Zwei dritte Preise gingen an Cyril Pfander von der HTWK Leipzig und an das Team Aaron Geier/Janina Stemler von der Universität Stuttgart.

Mitinitiator und Sponsor dieses mit 4.000,- EUR Preissumme dotierten Awards ist die agn Niederberghaus & Partner Gmbh, die sich seit Jahren mit dem gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes beschäftigt. Als weiterer Kooperationspartner fungiert der Urban Mining Verein, der sein Netzwerk den Wettbewerbsteilnehmern zur Verfügung stellt.
Auch in diesem Jahr soll der Award wieder ausgelobt werden.

Alle Fotos: ©agn Niederberghaus & Partner GmbH
Foto (1): 1. Preis – Entwurf von Nathalie Sophie Hans

The Urban Mining Student Award was launched for the first time. The winners are Vera Quasten und Nathalie Sophie Hans. The task was to plan a visitor’s center for a national park, which – after thirty years in use – should be taken apart rather than torn down.

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